Prüfungsbuch Wirtschafts- und Sozialkunde
für gewerblich-technische Berufe

WiSo-Test 84

Testen Sie Ihr WiSo-Wissen! Die Zusammenstellung der Aufgaben in diesem kleinen Test orientiert sich an den alten KMK-Elementen von 1984, also am Prüfungsstoff für Auszubildende, deren Berufsausbildung vor dem 1. August 2007 begonnen hat.

Für Auszubildende, deren Ausbildung später begonnen hat, gelten die neuen KMK-Elemente – den dazu passenden Test finden Sie auf der Seite WiSo-Test 07.


Nur eine der jeweils fünf Auswahl-Antworten ist korrekt. Lesen Sie Aufgabe und Auswahl-Antworten sorgfältig durch, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden; jedes Wort kann wichtig sein! Lösungen und Auswertung finden Sie unten auf dieser Seite.

Aufgabe 1

Was wird nicht durch das Berufsbildungsgesetz geregelt?

  1. Berufsausbildung
  2. Berufsausbildungsvorbereitung
  3. Berufliche Fortbildung
  4. Berufliche Umschulung
  5. Berufsberatung

Aufgabe 2

Ein Auszubildender hat die Abschlussprüfung nicht bestanden. Welche Aussage zum Ausbildungsverhältnis ist richtig?

  1. Es verlängert sich automatisch bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung.
  2. Es kann bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert werden, wenn der Ausbildende einverstanden ist.
  3. Es endet am Tag der Mitteilung des Prüfungsergebnisses und kann nicht verlängert werden.
  4. Es verlängert sich auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung.
  5. Es kann auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert werden, wenn Berufsschule und Prüfungsausschuss dies befürworten.

Aufgabe 3

Eine Auszubildende befürchtet, dass ihr in der Ausbildung nicht aller vermittelt wird, was zum Bestehen der Prüfung und zur Ausübung des Berufs erforderlich ist. Wo ist festgelegt, was ihr der Ausbildungsbetrieb mindestens vermitteln muss?

  1. In der Prüfungsordnung
  2. In der Ausbildungsordnung für ihren Ausbildungsberuf
  3. Im Manteltarifvertrag
  4. Im Rahmenlehrplan
  5. Im Berufsbildungsgesetz

Aufgabe 4

Das prozentuale Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital des Unternehmens heißt

  1. Eigenkapitalrentabilität.
  2. Wirtschaftlichkeit.
  3. Eigenkapitalproduktivität.
  4. Jahresüberschuss.
  5. Liquidität.

Aufgabe 5

In welchem Wirtschaftszweig findet Urproduktion statt?

  1. Eisen- und Stahlerzeugung
  2. Handwerk
  3. Landwirtschaft
  4. Gesundheitspflege
  5. Steuer- und Wirtschaftsberatung

Aufgabe 6

Der Komplementär einer Kommanditgesellschaft ...

  1. hat Anspruch auf den gesamten Gewinn der Gesellschaft.
  2. haftet auch mit seinem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der Gesellschaft.
  3. kann nicht alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft sein.
  4. haftet nur mit seinem Geschäftsanteil für Verbindlichkeiten der Gesellschaft.
  5. darf keinen Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen.

Aufgabe 7

Welche Aussage über Gewerkschaften ist falsch?

  1. Bestand und Betätigung der Gewerkschaften sind durch das Grundgesetz geschützt.
  2. Die meisten Gewerkschaften sind überbetrieblich organisiert.
  3. Sie können ihre Mitglieder zum Streik aufrufen, um ihren Forderungen bei Tarifverhandlungen mehr Nachdruck zu verleihen.
  4. Gewerkschaften beraten ihre Mitglieder in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen.
  5. Gewerkschaften sind zu absoluter politischer Neutralität verpflichtet und nicht berechtigt, zu politischen Fragen Stellung zu nehmen.

Aufgabe 8

Wer kann nicht Tarifvertragspartei sein?

  1. Einzelner Arbeitgeber
  2. Arbeitgeberverband
  3. Zusammenschluss von Arbeitgeberverbänden
  4. Betriebsrat
  5. Gewerkschaft

Aufgabe 9

Im Gegensatz zum einfachen Arbeitszeugnis enthält das qualifizierte Arbeitszeugnis auch Angaben zu Leistung und Verhalten. In welchem Fall ist der Arbeitgeber zur Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses verpflichtet?

  1. Wenn die/der Arbeitnehmer(in) fünf Jahre oder länger im Betrieb beschäftigt war
  2. Wenn Leistung und Verhalten immer vorbildlich waren
  3. Wenn die Tätigkeit hohe Anforderungen an die berufliche Qualifikation gestellt hat oder mit hoher Verantwortung verbunden war
  4. Wenn die Agentur für Arbeit die Vorlage eines qualifizierten Arbeitszeugnisses verlangt
  5. Wenn die/der Arbeitnehmer(in) es verlangt

Aufgabe 10

Der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz beträgt ...

  1. 18 Werktage.
  2. 24 Kalendertage.
  3. 24 Werktage.
  4. 30 Werktage.
  5. sechs Kalenderwochen.

Aufgabe 11

Die tägliche Arbeitszeit darf nach dem Arbeitszeitgesetz auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn ...

  1. im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen werktäglich acht Stunden nicht überschritten werden.
  2. die Mehrarbeit mit angemessenem Zuschlag vergütet wird.
  3. die Mehrarbeit nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist und der Arbeitnehmer zustimmt.
  4. der für den Betrieb geltende Tarifvertrag dies ausdrücklich zulässt.
  5. die Arbeitszeitverlängerung im Laufe eines Jahres durch Freizeit ausgeglichen wird.

Aufgabe 12

Für welchem der folgenden Betriebe hat das Betriebsverfassungsgesetz keine Gültigkeit?

  1. Stadtverwaltung mit 20 Angestellten
  2. Kleiner Handwerksbetrieb mit fünf Gesellen und einer Auszubildenden
  3. Deutscher Zweigbetrieb eines Unternehmens mit Hauptsitz in Belgien
  4. Kleiner Dienstleistungsbetrieb mit 15 Beschäftigten
  5. Betrieb eines großen Unternehmens, das dem Mitbestimmungsgesetz unterliegt

Aufgabe 13

Wer ist sowohl bei der Betriebsratswahl als auch bei der Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung wahlberechtigt?

  1. 16-jähriger Auszubildender
  2. 18-jährige Auszubildende
  3. 17-jähriger Werkstatthelfer
  4. 20-jährige Facharbeiterin
  5. 25-jährige Ausbilderin

Aufgabe 14

Was gehört nicht zu den mitbestimmungspflichtigen sozialen Angelegenheiten nach § 87 des Betriebsverfassungsgesetzes?

  1. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit
  2. Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze
  3. Personalplanung
  4. Regelungen zur Verhütung von Arbeitsunfällen
  5. Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen

Aufgabe 15

In welchem Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung zahlen kinderlose Versicherte höhere Beiträge als Eltern?

  1. Krankenversicherung
  2. Rentenversicherung
  3. Arbeitslosenversicherung
  4. Unfallversicherung
  5. Pflegeversicherung

Aufgabe 16

Nach mehr als zehnjähriger ununterbrochener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wird eine 35-jährige Arbeitnehmerin arbeitslos. Für welche Dauer hat sie Anspruch auf Arbeitslosengeld?

  1. 3 Monate
  2. 6 Monate
  3. 12 Monate
  4. 15 Monate
  5. 18 Monate

Aufgabe 17

Ein Arbeitsloser erhält von der Agentur für Arbeit einen abschlägigen Bescheid auf seinen Antrag auf Arbeitslosengeld. Weches Rechtsmittel kann er bei welcher Stelle gegen diesen Bescheid einlegen?

  1. Beschwerde, Bundesagentur für Arbeit
  2. Leistungsklage, Sozialgericht
  3. Einspruch, Verwaltungsgericht
  4. Widerspruch, Agentur für Arbeit
  5. Eingabe, Petitionsausschuss des Bundestags

Aufgabe 18

Wie sind der Kammern der Arbeitsgerichte besetzt?

  1. Zwei Berufsrichter
  2. Ein Berufsrichter und zwei ehrenamtliche Richter
  3. Zwei Berufsrichter und ein ehrenamtlicher Richter
  4. Drei Berufsrichter und zwei ehrenamtliche Richter
  5. Ein Berufsrichter und sieben Geschworene

Lösungen

Markieren Sie bitte die graue Fläche unter dieser Zeile.

Aufgabe 1: 5        Aufgabe 7: 5        Aufgabe 13: 2
Aufgabe 2: 4        Aufgabe 8: 4        Aufgabe 14: 3
Aufgabe 3: 2        Aufgabe 9: 5        Aufgabe 15: 5
Aufgabe 4: 1        Aufgabe 10: 3      Aufgabe 16: 3
Aufgabe 5: 3        Aufgabe 11: 1      Aufgabe 17: 4
Aufgabe 6: 2        Aufgabe 12: 1      Aufgabe 18: 2

Auswertung

16 bis 18 richtige Lösungen: Super!

13 bis 15 richtige Lösungen: Gut – lässt sich aber noch verbesssern!

9 bis 12 richtige Lösungen: Völlig ausreichend. Wenn Sie ein gutes Prüfungsergebnis erreichen wollen, sollten Sie aber noch kräftig lernen.

Weniger als 9 richtige Lösungen: Oh oh, das ist nicht genug! Aber keine Panik – was Sie nicht wissen, können Sie lernen.

Achtung! Die Aufgaben in diesem kleinen Test haben zwar Prüfungsniveau. 18 Aufgaben sind aber als Stichprobe zu wenig, um Ihren Wissensstand präzise und zuverlässig zu überprüfen. Nehmen Sie das Ergebnis bitte nicht zu ernst – die Tendenz trifft sicherlich zu, die genaue Anzahl richtiger Lösungen würde aber bei anderen Aufgaben wahrscheinlich etwas höher oder geringer ausfallen.