Prüfungsbuch Wirtschafts- und Sozialkunde
für gewerblich-technische Berufe

nach den aktuellen KMK-Elementen

WiSo-Test 2

Nur eine der jeweils fünf Auswahl-Antworten ist korrekt. Lesen Sie Aufgabe und Auswahl-Antworten sorgfältig durch, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden; jedes Wort kann wichtig sein!

Lösungen und Auswertung finden Sie unten auf dieser Seite.

Aufgabe 1

Die Berufsberatung gehört zu den gesetzlichen Aufgaben der ...

  1. Industrie- und Handelskammern
  2. Berufsgenossenschaften
  3. Berufsschulen
  4. Gewerkschaften
  5. Arbeitsagenturen

Aufgabe 2

Ein Auszubildender hat die Abschlussprüfung nicht bestanden. Welche Aussage zum Ausbildungsverhältnis ist richtig?

  1. Es verlängert sich automatisch bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung.
  2. Es kann bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert werden, wenn der Ausbildende einverstanden ist.
  3. Es endet am Tag der Mitteilung des Prüfungsergebnisses und kann nicht verlängert werden.
  4. Es verlängert sich auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung.
  5. Es kann bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert werden, wenn der Prüfungsausschuss dies befürwortet.

Aufgabe 3

Eine Auszubildende befürchtet, dass ihr in der Ausbildung nicht aller vermittelt wird, was zum Bestehen der Prüfung und zur Ausübung des Berufs erforderlich ist. Wo ist festgelegt, was ihr der Ausbildungsbetrieb mindestens vermitteln muss?

  1. In der Prüfungsordnung
  2. In der Ausbildungsordnung für ihren Ausbildungsberuf
  3. Im Manteltarifvertrag
  4. Im Rahmenlehrplan
  5. Im Berufsbildungsgesetz

Aufgabe 4

Bis zu welcher Dauer haben unverschuldet arbeitsunfähig erkrankte Arbeitnehmer(innen) grundsätzlich Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts?

  1. Vier Wochen
  2. Sechs Wochen
  3. Acht Wochen
  4. Drei Monate
  5. Sechs Monate

Aufgabe 5

Kernthemen und -aufgaben des Europarats sind ...

  1. Bildung, Wissenschaft und Forschung.
  2. Handels- und Industriepolitik.
  3. Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
  4. Sicherheitspolitik und Verbrechensbekämpfung.
  5. Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik.

Aufgabe 6

Das prozentuale Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital des Unternehmens heißt ...

  1. Eigenkapitalrentabilität.
  2. Wirtschaftlichkeit.
  3. Eigenkapitalproduktivität.
  4. Jahresüberschuss.
  5. Liquidität.

Aufgabe 7

In welchem Wirtschaftszweig findet Urproduktion statt?

  1. Eisen- und Stahlerzeugung
  2. Handwerk
  3. Landwirtschaft
  4. Gesundheitspflege
  5. Steuer- und Wirtschaftsberatung

Aufgabe 8

Konzerne sind ...

  1. Unternehmenszusammenschlüsse mit dem Ziel, den Markt zu beherrschen und Wettbewerb auszuschließen.
  2. Zusammenschlüsse rechtlich selbständiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit unter eiheitlicher Leitung.
  3. Großunternehmen mit Niederlassungen in mehreren Ländern.
  4. vorübergehende Zusammenschlüsse rechtlich und wirtschaftlich unabhängiger Unternehmen.
  5. Großunternehmen, die durch Verschmelzung mehrerer Unternehmen unter Aufgabe der rechtlichen Selbständigkeit entstanden sind.

Aufgabe 9

Welche Aussage über Gewerkschaften ist falsch?

  1. Bestand und Betätigung der Gewerkschaften sind durch das Grundgesetz geschützt.
  2. Die meisten Gewerkschaften sind überbetrieblich organisiert.
  3. Sie können ihre Mitglieder zum Streik aufrufen, um ihren Forderungen bei Tarifverhandlungen mehr Nachdruck zu verleihen.
  4. Gewerkschaften beraten ihre Mitglieder in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen.
  5. Gewerkschaften sind zu politischer Neutralität verpflichtet und nicht berechtigt, zu politischen Fragen Stellung zu nehmen.

Aufgabe 10

Arbeitnehmer(innen) erleiden einen Reallohnverlust, wenn ...

  1. die Verbraucherpreise stärker ansteigen als die Arbeitsentgelte.
  2. die Arbeitsentgelte weniger stark ansteigen als die Gewinne der Unternehmen.
  3. die Erhöhung der Arbeitsentgelte geringer ist als der Anstieg der Arbeitsproduktivität.
  4. das Wirtschaftswachstum höher ist als der Anstieg der Beschäftigung.
  5. trotz leicht steigender Arbeitsentgelte die Lohnstückkosten sinken.

Aufgabe 11

Betriebsversammlung im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes ist eine  ...

  1. von der Geschäftsführung angeordnete Versammlung der Arbeitnehmer(innen) des Betriebs.
  2. Versammlung der Eigentümer (Gesellschafter oder Aktionäre) des Unternehmens.
  3. vom Betriebsrat einberufene Versammlung der Arbeitnehmer(innen) des Betriebs.
  4. gemeinsame Sitzung der Betriebsräte aus mehreren Betrieben eines Unternehmens.
  5. gemeinsame Sitzung von Betriebsrat, Aufsichtsrat und Vorstand eines mitbestimmungspflichtigen Unternehmens.

Aufgabe 12

Welches Recht hat der Betriebsrat hinsichtlich Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie der Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage?

  1. Anhörungsrecht
  2. Beratungsrecht
  3. Informationsrecht
  4. Mitbestimmungsrecht
  5. Vorschlagsrecht

Aufgabe 13

In welchem Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung zahlen kinderlose Versicherte höhere Beiträge als Eltern?

  1. Krankenversicherung
  2. Rentenversicherung
  3. Arbeitslosenversicherung
  4. Unfallversicherung
  5. Pflegeversicherung

Aufgabe 14

Nach mehr als zehnjähriger ununterbrochener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wird eine 35-jährige Arbeitnehmerin arbeitslos. Für welche Dauer hat sie Anspruch auf Arbeitslosengeld?

  1. 3 Monate
  2. 6 Monate
  3. 12 Monate
  4. 15 Monate
  5. 18 Monate

Aufgabe 15

In welchem Fall handelt es sich um ein einseitiges Rechtsgeschäft?

  1. Kauf eines gebrauchten Computers
  2. Kündigung eines Arbeitsverhältnisses
  3. Anmietung einer Wohnung
  4. Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags
  5. Schenkung eines Geldbetrags

Lösungen

1: 5   2: 4   3: 2   4: 2   5: 3
6: 1   7: 3   8: 2   9: 5   10: 1
11: 3   12: 4   13 5   14: 3   15: 2

Auswertung


Achtung! Die Aufgaben in diesem kleinen Test haben zwar Prüfungsniveau. 15 Aufgaben sind aber eine zu kleine Stichprobe, um Ihren Wissensstand präzise und zuverlässig zu überprüfen. Nehmen Sie das Ergebnis also bitte nicht zu ernst. Die Tendenz trifft wahrscheinlich zu, die genaue Anzahl richtiger Lösungen würde aber bei anderen Aufgaben wahrscheinlich etwas höher oder geringer ausfallen. Und vergessen Sie bitte auch nicht, dass es in den Abschlussprüfungen gewerblich-technischer Berufe nicht nur Multiple-Choice-Aufgaben gibt, sondern auch ungebundene, mit eigenen Worten zu lösende Aufgaben.